Stelle beide Füße flach auf den Boden, spüre die Sohlen, zähle zehn Atemzüge mit verlängertem Ausatmen. Schaue dann nacheinander drei feste Punkte an: Fensterrahmen, Haltestange, Sitzkante. Spüre die Rückenlehne, den Stoff, die Temperatur. Wenn möglich, trinke einen kleinen Schluck Wasser. Das Ritual dauert kaum eine Minute, ist diskret und macht aus der Fahrt eine Phase der Stabilisierung statt weiterer Überreizung.
Schließe die Augen für drei ruhige Atemzüge, entspanne Zunge und Schultern. Öffne die Augen weich, suche eine beruhigende Farbe im Raum und folge ihr. Lege unauffällig beide Hände flach auf die Oberschenkel und spüre Druck, Wärme, Form. Sage dir innerlich einen klaren Satz: „Ich atme ruhig, ich bleibe präsent.“ Diese Mini‑Sequenz schafft sofortige Bodenhaftung und verbessert Fokus, Stimme und Kontaktfähigkeit.
Wähle zwei kurze Übungen und teste sie täglich. Notiere Ort, Dauer, Intensität, Wirkung und eine Beobachtung zu Atem, Puls oder Stimmung. Nach einer Woche vergleiche, passe dosiert an, streiche, was nicht hilft. Nach dreißig Tagen erkennst du Muster: welche Sinneskanäle verlässlich wirken, wann du früher beginnen solltest und welche Kombinationen dich am stärksten stabilisieren. Diese Klarheit motiviert, weiterzumachen.
Schreibe auf kleine Karten drei bis fünf Schritte deiner Lieblingsübung und platziere sie sichtbar: Bildschirmrand, Geldbörse, Badezimmerspiegel. Stelle leise Handy‑Erinnerungen ein, benutze Farbcodes für verschiedene Situationen. Wenn Stress steigt, willst du nicht überlegen müssen, sondern greifen und starten. Visuelle Hinweise reduzieren Hürden, stärken Autonomie und verwandeln gute Absichten in gelebte Praxis, Tag für Tag.
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